Beitrags-Archiv für die Kategorie 'Interviews'

“Vielen von den Spielern fehlt die Erziehung!”

Dienstag, 24. Januar 2012 23:24


Edgar Steinborn in seiner ehemaligen "Arbeitsuniform"

Edgar Steinborn in seiner ehemaligen "Arbeitsuniform"

Ex-FIFA Schiedsrichter Edgar Steinborn im Gespräch mit felixjanoschek.de

Edgar Steinborn wurde 1985 DFB-Schiedsrichter und leitete in seiner Karriere 201 Bundesligapartien. Insgesamt sieben Jahre lang war Steinborn auch für den Weltfußballverband FIFA tätig und pfiff 13 A-Nationalländerspiele und 19 Europapokalpartien. Steinborn, der neben seiner Tätigkeit als Diplom Maschinenbauer immer noch für den DFB tätig ist, redet im Interview mit felixjanoschek.de unter anderem über die „Arroganz“ von Jungschiedsrichtern, den Druck, der auf Referees lastet und seine persönliche Einstellung gegenüber dem „Chip im Ball“.

Herr Steinborn, an welches Ihrer insgesamt 201 Bundesligaspiele erinnern Sie sich am liebsten zurück?

Edgar Steinborn: “Es gibt natürlich eine Menge Spiele, an die ich mich gerne zurückerinnere.  Eines möchte ich aber dennoch hervorheben, denn dieses Spiel war ein ganz Besonderes. Zum einen für beide Mannschaften, zum anderen für unsere ganze Schiedsrichterzunft. Es war das Spiel in der Saison 2001/2002 Borussia Dortmund gegen Werder Bremen (Endstand 2:1 für Borussia Dortmund). Borussia Dortmund wurde letztendlich… [...]

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Vorsicht beim Treppensteigen im Zaza!

Sonntag, 24. April 2011 1:36

Keeper Jens Gronewold bei der "dritten Halbzeit"

Keeper Jens Gronewold bei der "dritten Halbzeit"

Was nehmen sich “Die Dillas” für die kommende Saison der Campus Liga vor?

Gronewold: “In der vorletzten Saison waren wir bereits ganz nah dran am Titel, wo wir nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses das Finale verpasst haben. Letztes Jahr wurde durch eine völlig unnötige Niederlage am ersten Spieltag nur ganz knapp die Teilnahme an den Playoffs verfehlt. Darum kann es dieses Jahr nur ein Ziel geben: Der Pott und damit der von uns allen herbeigesehnte Ring müssen her! Wir gehören jetzt schließlich schon zu den “Dinos” der Campusliga und viele Chancen auf den Titel werden wir nicht mehr bekommen.”

Wie stark schätzt Du die Gruppe der “Dillas” ein?

Gronewold: “Einige Mannschaften unserer Gruppe haben auch die letzten Jahre bereits erfolgreich an der Campusliga teilgenommen. Mit diesen Mannschaften ist also bei der Vergabe der vorderen Plätze auf jeden Fall zu rechen. In erster Linie sind natürlich die Campus Metrostars und als ehemaliger Campusliga-Sieger die Turnerschaft Hansea zu nennen. Aber auch bei den Neulingen ist die ein oder andere spielstarke Mannschaft dabei, wovon ich mich bei einer kleinen Gegnerbeobachtung am ersten Spieltag überzeugen konnte. Aber: Mit der richtigen Einstellung und einer konsequenten Spielweise werden wir ein ordentliches Wörtchen bei der Vergabe des Gruppensieges mitreden können.”

Inwieweit spielt es den “Dillas” in die Karten, dass alle Gruppenzweiten zukünftig eine Relegation um den Einzug in die Playoffs spielen?

Gronewold: “Auch wenn unser Ziel natürlich der Gruppensieg sein muss, befürworte ich diese Änderung im Turniermodus auf jeden Fall. Es passierte die letzten Jahre doch sehr oft, dass in einer Gruppe mindestens zwei Mannschaften waren, die aufgrund ihrer Spielstärke unbedingt in die Endrunde gehörten. Wenn sich aus einer Achtergruppe dann nur der Gruppesieger qualifizieren kann, ist das doch ein sehr unglücklicher Turniermodus. Sicherlich muss man auch die Turnierleitung verstehen, die nur über einen sehr engen Terminkalender verfügt, aber durch die neuerschaffene Relegation für die Gruppenzweiten wurde, meiner Meinung nach, eine für alle Mannschaften gerechtere Lösung gefunden.”

Wie wollen die “Dillas” die Ausfälle von Frank Welk und Axeley Sedlinsch kompensieren?

Gronewold: “Unsere absolute Stärke ist unsere mannschaftliche Geschlossenheit und da schmerzt natürlich der Ausfall eines jeden einzelnen Spielers. Aber gerade durch diese Geschlossenheit werden wir es auch schaffen diese Ausfälle aufzufangen. Bei Frank haben wir das auch schon letzte Saison sehr gut geschafft. Schmerzlich fehlen wird er uns aber sicherlich als Trainer, denn den Job hat er ja letztes Jahr eigentlich übernommen. Aber Gerüchten zufolge soll vor unserem Saisonauftakt auch auf dieser Position noch ein neuer Mann präsentiert werden. Axeley wird uns als beinharter Verteidiger hingegen sicherlich fehlen. Hoffnungsvoll stimmt mich aber ein Gespräch, das ich Anfang letzter Woche mit ihm geführt habe. Darin äußerte er sich zuversichtlich, diese Saison eventuell doch noch für Die Dillas auflaufen zu können. Außerdem haben wir mit Felix „CM“ Janoschek einen vielversprechenden Neuzugang auf dieser Position, so dass wir auch dieses Jahr in der Defensive gut aufgestellt sein sollten.”

Wieviele Gegentore wirst Du in der Gruppenphase kassieren?

Gronewold: “Grundsätzlich geht man natürlich in jedes Spiel mit dem Ziel die Null zu halten. Eine konkrete Zahl zu nennen ist darum schwierig. Letzte Saison haben wir mit acht Gegentoren die drittbeste Verteidigung in der Vorrunde gestellt. Wir haben also noch Luft nach oben.”

Was erwartest Du von Deinen Mannschaftskollegen?

Gronewold: “Da fallen mir spontan zwei Geschichten aus der letzten Saison ein: 1. „Kein Marathon vor einem Punktspiel!“ 2. „Vorsicht beim Treppensteigen im Zaza!“. Wir haben in den letzten Jahren teilweise amateurhafte Fehler begangen, die einer erfahrenen Mannschaft wie uns einfach nicht passieren dürfen. Diese Fehler gilt es schleunigst abzustellen, da es ansonsten nicht möglich sein wird unsere hochgesteckten Ziele zu erreichen.”

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“Bock auf Hockey!”

Mittwoch, 6. April 2011 12:05

Jungnationalspieler Felix Oldhafer (22) im Interview mit felixjanoschek.de

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Felix Oldhafer in Aktion (2.v.l.)

Felix Oldhafer ist am 1. Juni 1988 in Celle/Niedersachsen geboren worden. Der 22-Jährige spielt seit frühster Jugend Feldhockey und steht in den Diensten des Erstligaclubs Uhlenhorster HC. Im letzten Jahr durfte sich Oldhafer über sein Länderspieldebüt freuen. Im Interview mit felixjanoschek.de redet der ambitionierte Jungnationalspieler über Olympia 2012, seinen ungewöhnlichen Spitznamen und wie er sein Studium mit dem Hockey in Einklang bringt.

Herr Oldhafer – was war Ihr bis jetzt wichtigstes Tor in Ihrer noch jungen Karriere?

Oldhafer: “Mein bisher wichtigstes Tor war bei der Juniorenweltmeisterschaft 2009 in Singapur. Wir hatten ein sehr wichtiges Spiel in der Zwischenrunde, das wir gewinnen mussten, um in das Halbfinale einzuziehen. Ich habe kurz vor Ende des Spiels das 2:1 gegen den damalig amtierenden Weltmeister Argentinien geschossen. Ich schieße nicht so viele Tore – aber das war definitiv das Wichtigste bisher in meiner Karriere…”

…Und dieses Tor war auch enorm wichtig, weil Ihre Mannschaft dann den Titel geholt hat. Sie sind 22 Jahre jung. Was hat sie in Ihrer Jugend dazu gebracht Hockey zu spielen und nicht wie andere Jungs in Ihrem Alter beispielsweise Fußball?

Oldhafer: “Das war relativ einfach. Als ich fünf Jahre alt war lagen bei uns zu Hause Hockeyschläger von meinen Cousins herum, die schon im Verein Hockey gespielt haben. Ich habe einfach zu den Schlägern gegriffen und einfach drauf los gespielt. Dann kamen meine Eltern ins Spiel, die mich im Hockeyverein in Celle angemeldet haben.”

Hockeys ist eine Sportart, die an sich jeder kennt, aber nur die wenigsten einmal ausprobiert haben. Was reizt im speziellen Sie an diesem Sport?

Oldhafer: “Das Schöne am Hockey ist, dass es nicht, wie zum Beispiel Fußball, professionell ist. Natürlich werden wir dafür ein bisschen entlohnt, aber letztendlich bleibt es ein Hobby und wir stehen mit elf Freunden auf dem Feld. Neid und Diskussionen über Geld gibt es nicht. Wir spielen alle diese Sportart, weil wir einfach Bock auf Hockey haben. Unsere Mannschaft ist ein großer Freundschaftskreis, mit denen man auch abends weggehen kann. Wir sind einfach eine eingeschworene Gemeinschaft.”

In Ihrem Team haben Sie den Spitznamen „Lumber“, was so viel bedeutet wie hartes Holz oder Kantholz. Wie sind Sie zu diesem Spitznamen gekommen?

Oldhafer: (lacht) “Das kam im Prinzip am Anfang von meiner Karriere. Als ich zum ersten Mal beim Training beim UHC dabei war wollte ich unbedingt in dieser Mannschaft mitspielen. Ich habe mich über eine rustikale Weise in dieses Team herein gekämpft. Dieser Spitzname verfolgt mich immer noch, auch wenn ich hoffe, dass ich mittlerweile auch andere Qualitäten habe. Ich bin einer der defensiveren Spieler in unserer Mannschaft und sorge auch gerne mal für Ruhe auf dem Platz.”

Sie studieren hier in Hannover – pendeln aber 3x in der Woche nach Hamburg, um dort zu trainieren. Warum ziehen Sie nicht ganz nach Hamburg – die dauernde Pendelei ist doch mit Sicherheit anstrengend?

Oldhafer: “Die Pendelei ist natürlich sehr stressig und ein absolutes Handicap. Das Training und die Uni sind schwer unter einen Hut zu bekommen. Das Problem ist aber auch, dass es keine Möglichkeit gibt für mich, studientechnisch nach Hamburg zu wechseln, weil ich an der dortigen Universität nicht angenommen werde. Da ich aber nur noch eineinhalb Jahre in Hannover zu studieren habe, möchte ich das auch gerne hier durchziehen. Ich fühle mich an der MHH (medizinische Hochschule Hannover) sehr wohl. Insgesamt ist der Stress sehr groß, aber ich habe auch einen guten Freundeskreis in Hannover, der mich immer wieder auffängt, wenn ich in den Seilen hänge.”

Sie sind auch im erweiterten Kreis der deutschen Nationalmannschaft. Was sind Ihre Ziele für die nähere Zukunft? Ist Olympia 2012 beispielsweise ein Thema?

Oldhafer: “Das ist eine schwere Angelegenheit. In erster Linie ist es ein Traum, dass ich im letzten Jahr mein Länderspieldebüt feiern durfte. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich im erweiterten Kreis stehe, weil ich mir das nie erwartet hatte. Nun muss ich weitersehen, wie ich mein Studium mit dem Hockey in Einklang bringen kann. Olympia ist natürlich ein Traum, aber ich muss sehen, wie die Saison jetzt läuft. Ich werde weiterhin Gas geben und dann hoffen, dass ich demnächst wieder eingeladen werde zur Nationalmannschaft.”

Vielen Dank Herr Oldhafer, dass Sie sich die Zeit für uns genommen haben und alles Gute für Ihre  sportliche Zukunft und natürlich auch für Ihr Studium!

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